Systemischer Ansatz

Wirklichkeit als Konstruktion

Erst durch das, was wir in ihr sehen, bekommt Wirklichkeit ihren Sinn. Oft konstruieren wir uns Erstaunliches zusammen. Manchmal ist es daher weniger nötig, die Dinge zu verändern als vielmehr die Sichtweise darauf.

Lösungsorientierung

Sich nicht auf Defizite, sondern auf die positiven Unterschiede auszurichten, sie zu erkennen und zu verstärken, ist mit lösungsorientiertem Vorgehen gemeint. Also auf das, was bereits jetzt besser funktioniert und was sich in Zukunft gerne noch mehr ausprägen darf. Um zu einer Lösung zu gelangen, muss das Problem nicht im Detail durchdrungen werden.

Muster

sind eine Form des zwischenmenschlichen Miteinanders, oft sind es quälend festgefahrene Denk- und Verhaltensroutinen. In der systemischen Praxis finden Muster besondere Beachtung. Musterunterbrechungen haben den Gewinn, die Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten des/der Einzelnen zu erweitern.

Zu den Anfängen der Systemischen Therapie

Als Therapeuten in den 50er Jahren in den USA und später in Deutschland und Italien begannen, Bezugspersonen ihrer Patienten mit in die Behandlung einzubeziehen, entstand die Systemische (Familien-)Therapie. Revolutionär war, dass Verhaltensweisen, die zuvor als bizarr und verrückt erschienen, sich nun in einem bestimmten Kontext als passende Reaktion im Zusammenhang mit den Umweltbedingungen wie z. B. der Familienstruktur zeigten. Therapie im Familiensetting begann in den darauffolgenden Jahren die Grenzen der Psychotherapie zu überschreiten. Systemische Elemente gelangten in die Erziehungsberatung, Jugendhilfe, Supervision, Beratung von Teams, Coaching u.v.m.